Die Stimmen von Branchen-Veteranen, die ein düsteres Bild malen, häufen sich:
Über Hardware, Abos und Entlassungen haben wir hier ja schon oft diskutiert, deshalb würde ich diesmal den Fokus gerne auf einen Punkt lenken, der mich in den letzten Monaten öfters beschäftigt hat: die kreative Bankrott-ErklärungBrenda Romero erklärte, die Branche befinde sich aus ihrer Sicht in einer "wirklich schwierigen Phase". Sie zog dabei einen Vergleich mit dem Videospielcrash der 1980er-Jahre und deutete an, die aktuelle Situation könne sogar darüber hinausgehen.
Laut Ken Kutaragi verbirgt sich hinter aktuellen AAA-Blockbustern sogar eine fundamentale Krise, die durch den technischen Fortschritt und die daraus resultierende Grafikpracht kaschiert wird: „Moderne Spiele haben zwar gewaltig an Umfang gewonnen und sich grafisch enorm weiterentwickelt, aber der eigentliche Inhalt stagniert. Jüngste Veröffentlichungen haben diesen Eindruck bei mir nur noch weiter verstärkt“, so Kutaragi
Klar freuen wir uns über die Spiele, die in nächster Zeit erscheinen: Ocarina of Time und Resident Evil Veronica werden bestimmt tolle Spiele, aber es sind halt auch „nur“ Remakes. Remakes, die wahrscheinlich noch unterhaltsamer sind als viele Neuentwicklungen gerade im AAA-Bereich, die alle nach dem gleichen Schema ablaufen.
Sehr ihr darin eine Gefahr? Befinden wir uns vielleicht bereits im größten Crash der Industrie seit den 80ern und merken es nur noch nicht?
Oder sind wir spielerisch auf einem so hohen Niveau angelangt, dass man nichts mehr verbessern kann?