The Bombing Islands
Süßes Puzzlespiel mit Kid Klown in der Hauptrolle, der mal auf dem SNES debütiert hat. Könnte sein, dass dies das letzte Spiel seiner Karriere gewesen ist.
Worum geht es? Auf des Klownkönigs Inseln hat irgendjemand lauter Bomben verteilt und Kid Klown hat den Auftrag, sie zu entfernen.
Es gibt immer eine rote Bombe, die man als einzige anzünden kann, alle anderen Bomben müssen sich dann im Explosionsradius befinden, bzw. in dem weiterer Bomben, die durch die rote zur Exploson gebracht werden. Und natürlich darf man sich selbst am Schluss nicht im Sprengradius aufhalten.
Der Sprengradius jeder Bombe wird mit einer Zahl transparent gemacht. Eine 1 und sie explodiert nur selbst, eine 2 und die Bombe trifft benachbarte Felder, eine 3 und sie trifft zwei Reihen benachbarter Felder. Bevor man die rote Bombe zündet, muss man die anderen Bomben korrekt zusammenschieben. Schieben kann man auf dem in Rastern unterteilten Spielfeld nur in geraden Linien, Ziehen geht gar nicht. Natürlich gibt es weitere Elemente wie brüchige Böden, Förderbänder, rutschige Flächen, Bumper und noch ein paar andere Sachen. Manchmal sind Bomben im Boden versunken und können nicht gezogen werden.
Das alles wiederholt sich über 60 Level in 6 Grafiksettings, startet leicht und wird dann schön knifflig. Die vorletzte Welt ist überraschend leicht, die letzte zog dann extrem an, so sehr, dass ich für die letzten fünf Leveln die mitgeführte Lösung konsultiert habe. Man kann im Menü ein Video starten, welche die gesamte Lösung zeigt, sogar mit Goldwertung. Ein paar Mal hatte ich sie vorher benutzt, um zu prüfen, ob meine grobe Idee überhaupt stimmt, aber die letzten paar Leveln forderten hunderte Schritte, wo man Bomben teils übers ganze Spielfeld und zurück schieben muss, um zwischendurch Platz zu machen und ein Fehler ruiniert alles. Das war mir, muss ich zugeben, zu viel, und ich nahm die Videos mit dem Handy auf, spielte sie ab und nach. 2000 wäre das so nicht gegangen. Entweder hätte ich damals mehr Sitzfleisch bewiesen, oder tatsächlich aufgegeben. Eigentlich hätte ich es jetzt auch tun sollen, vielleicht wäre der
Nicht durchgespielte Spiele-Thread hier eigentlich der richtige, aber es war wirklich ein extremer Sprung im Anspruch auf den letzten Metern und so süß das alles auch war, so war ich nach 55 Leveln langsam auch durch. Vielleicht hätte ich mich angestrengt, wenn man das ganze Spielfeld überblicken hätte können, aber der Bildausschnitt zeigt nur ein Bruchteil des Spielfeldes. Man kann jederzeit in die Vogelperspektive, die alles zeigt, wechseln, aber sich in dieser nicht bewegen.
Die Schlusspointe war ganz witzig,
Der König ist außer sich, dass man die Bomben gesprengt statt entschärft hat und verlangt, dass man all den angerichteten Schaden repariert. Niedlich. So ist Kid Klown auch animiert worden, insbesondere, wenn er aufgeregt mit den Füßen trampelt und sich die Ohren zuhält, wenn man die Lunte angezündet hat. Schade nur, dass die Kamera dann nicht wirklich den Explosionen folgt, sondern sich nur um Kid Klown dreht. Dadurch kann man dann teilweise nicht sehen, woran es eigentlich gehapert hat, wenn nicht alle hochgingen.
Übrigens unterstützt das Spiel keine Memory Card und man muss sich nach jedem Level eine fünfstellige Kombination aus Spielkarten notieren. Im Jahr 2000 sicher insgesamt kein Einzelfall, da boomte der Game Boy ja bekanntlich gerade wieder, aber auf der Playstation wahrscheinlich doch. Mein zweites Playstationspiel, das die Memory Card nicht unterstützt - ich hätte vor ein paar Jahren gedacht, das gäbe es gar nicht.